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BL: Stürmische Leidenschaft08.06.2013
Bad Münder die Zweite - die WM wirft ihre Schatten voraus: Nach dem bereits ausgetragenen Filzspieltag kam es am Wochenende erneut zum Treffen der besten Minigolfer Deutschlands, diesmal aber auf der Eternitanlage. Im Gegensatz zum System Filz, dass über die Jahre immer einfacher gestaltet wurde, hat man sich im Vorfeld intensiv Gedanken über mögliche Veränderungen auf dem kleinen System gemacht. Das Ergebnis darf als durchaus gelungen bezeichnet werden. Die neuen Doppelstäbe erlauben verschiedene Varianten und sind im Gegensatz zum ersten Eindruck doch diffizil. Das hervorragend verarbeitete Plateau hat seine Tücken und das erst als zu leicht eingestufte Salzburger V war im Turnier doch kritischer als gedacht.

Nach 2 vom Regen bestimmten Trainingstagen ging es am Sonntag trocken aber nicht wirklich austrainiert in den Wettkampf – Glück für die Spieler, die bereits beim Nationencup ihre Trainingseinheiten absolviert hatten. Ja trocken war es und sogar die Sonne zeigte sich im Tagesverlauf. Nur den Sturm hatte man nicht auf der Rechnung. Und der blies so stark und böig, dass sogar ein Turnierabbruch im Bereich des Möglichen war. Bälle rollten unmotiviert aus den Abschlagbereichen und auch die Aktiven hatten Probleme mit dem festen Stand. Da hieß es Geduld zu haben, die Konzentration zu halten und gegebenenfalls auch den Ball den Bedingungen anzupassen – Teamsport.

Die Witterungsbedingungen zeigten sich dann auch in den Ergebnissen. Eigentlich sollten Mannschaftsdurchgänge zwischen 126 und 132 die Regel sein, aber dies wurde lediglich 3 mal realisiert (Hardenberg 131, 128 und Mainz 128). Immer wieder kam es in den Teams zu individuellen Desastern mit Resultaten oberhalb der 25. Wer im Hardenberger Team hätte sich träumen lassen, dass man mit einer 134 im ersten Durchgang an der Spitze liegen würde. Mit einer Steigerung in Runde 2 (128) konnte man diese Position festigen – lediglich Mainz konnte zu diesem Zeitpunkt mithalten. 5 Schläge Vorsprung: Immerhin ein kleines Polster. Durchgang 3 brachte dann die Entscheidung. Hardenberg mit 131 Schlägen und erneut ohne einen roten Aussetzer distanzierte die Konkurrenz deutlich – die anderen Teams kämpften mit sich und dem Wind und spielten durchweg Ergebnisse jenseits der 140. Arheilgen verschenkt auf den letzen Bahnen den fast sicheren 2. Platz – A. Braungart Zink (7 am Plateau) und der dann eingewechselte R. Hess (4 am V) spielen zusammen eine 30. Den Mainzern bleibt so die rechnerische Möglichkeit, am letzten Spieltag doch noch den Vizetitel zu attackieren. Dormagen-Brechten kann mit Rang 3 den Rückstand auf Niendorf auf 2 Punkte verringern: Hier erwartet uns ein spannender Showdown im Kampf gegen die Relegation.

Damit ist Hardenberg erneut, bereits einen Spieltag vor Saisonende, der Titel sicher und die Company feiert ein kleines Jubiläum: Ihren 20. Deutschen Meistertitel in 23 Jahren.

» Ergebnisliste des 5. Spieltags ( PDF)
» Impressionen vom Spieltag
Autor: uweL.
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